Finanzen

Kapitalbedarf

Kauf des Grundstücks
Das Grundstück mit der vorhandenen ehemaligen Scheune in der Wennigser Straße 15 soll zum Kaufpreis von 210.000 Euro von der Familie Warnecke erworben werden. Das ca. 987 qm große Flurstück hat einen derzeitigen Bodenrichtwert von 145 Euro pro Quadratmeter. Die Grunderwerbsnebenkosten liegen bei ca. 7% (14.700 Euro).

Investitionskosten
Mit der Arbeitsgruppe Bauen wurde eine Kostenschätzung nach DIN 276 erstellt. Demnach belaufen sich die Umbaukosten inkl. einfacher Innenausstattung (ohne Einrichtung und Ausstattung Gaststätte) auf ca. 878.000 Euro. Die Kosten wurden konservativ gerechnet um mögliche Preissteigerungen und kleinere Umplanungen, die Bestandsobjekte mit sich bringen können, zu berücksichtigen. Die Honorare für die Planung, Bauantragsstellung und Untersuchungen wurden nicht einkalkuliert, da sie ehrenamtlich erfolgen. Lediglich für die Ausschreibungen und Baubegleitung wurde ein pauschaler Ansatz von 20.000 Euro kalkuliert.

Vorsteuerabzug Gaststätte
Für den Bereich der Gaststätte wird ein Vorsteuerabzug von den anteiligen Baukosten (120 m² entsprechen 18% der Gesamtfläche = 168.708 Euro) von 19% abgezogen. Dies entspricht 32.054 Euro und wurde mit der vereinsbetreuenden Steuerberaterin Frau Britta Schwarze besprochen.

In Summe wird ein Kapitalbedarf von 1.102.700 Euro benötigt.

Finanzierung

Eigenleistungen
Pauschal wurden Eigenleistungen der Vereinsmitglieder und weiterer Kräfte mit 10% der Gesamtsumme angesetzt. Dies entspricht einem Wert von 101.000 Euro. Insbesondere bei Abbrucharbeiten als auch beim Trockenbau und Malerarbeiten möchten Ehrenamtliche hier tätig werden.

Fördermittel
Mit Hilfe der Gemeinde Wennigsen (Deister) wurde ein Fördermittelkonzept erstellt. Mit den Institutionen wurden erst nach Rücksprache und Prüfung einer Förderung mögliche Zuschüsse einkalkuliert. Es wurden Vereinsspenden mit 50.000 Euro und 10.000 Euro an Sachspenden angesetzt, da beabsichtigt ist eine umfangreiche Kampagne vor Beginn der Umbauarbeiten zu
starten. Bisher verfügt der Verein über Eigenkapital i.H.v. von 50.000 Euro. Es werden zurzeit weitere Gespräche über Fördermittel und Stiftungsgelder geführt und daher wurden beide Ansätze pauschal mit jeweils 20.000 Euro getroffen.

Fördermittelübersicht:

  • ZILE-Richtlinie, Maßnahme Basisdienstleistungen (ILE-Region Calenberger Land): Umbaumaßnahmen (ohne Gaststätte, ohne Kostengruppen 500 und 600) 35% Förderung des Anteils von Ortsteilarbeit und DGH, plus Förderung Grunderwerb und Eigenleistung: Zuschuss von 253.787 Euro. Der Antrag wurde am 22.06.2016 bewilligt.
  • Bundeslandwirtschaftsministerium Modell- und Demonstrations- vorhaben: Zuschuss von 97.707 Euro. Der Teilnahmewettbewerb wurde erfolgreich absolviert, eine Bewilligung wird für Juli 2016 erwartet.
  • Klosterkammer Hannover, Teeküche: 15.000 Euro. Der Antrag wurde bereits bewilligt.
  • Avacon Gehrden: 5.000 Euro
  • Vereinsvermögen 50.000 Euro

In Summe erwartet der Verein Zuwendungen über 514.787 Euro und hat Optionen auf ca. weitere 50.000 Euro.

Kredit
Die verbleibenden 548.083 Euro werden durch die Aufnahme eines Bankdarlehens erbracht. Hier wurden Angebote der Kreditinstitute Sparkasse Hannover und Landwirtschaftliche Rentenbank im Winter 2015 / 2016 eingeholt, die einen Zinssatz zwischen 1,5 und 3,04% bei Tilgungsraten von 1 bis 2% ergaben. Es wurde nachfolgend mit einem Zinssatz von 1,8% und einer Tilgung von 2,0% kalkuliert, da absehbar ist, dass sich die langfristigen Kredite nach den jüngsten EZB-Entscheidungen auch weiterhin niedrig halten werden. Die Zinsbindungsfrist beträgt 10 Jahre. Es bleibt eine Restschuld nach Ablauf der Zinsbindungsfrist von bis zu 433.624 Euro, was bei einer jährlichen Zahlungsrate im Maximum von 20.827 Euro, inkl. 2,0% Tilgung und einer maximalen Gesamtlaufzeit von 35,7 Jahren entspricht.

Die Zahlungsraten (Zinsen und Tilgung) belaufen sich auf maximal monatlich 1.736 Euro bzw. 20.827 Euro jährlich.

Nebenkosten

Für die Gemeinschaftsflächen (Empfang, Sanitärräume und Technik) wird eine Flächenumlage, bei jährlich kalkulierten Gesamtnebenkosten von 24.780 Euro, erhoben. Sie beinhalten die folgenden Positionen:

  • Die Bodenreinigung für die Gemeinschaftsflächen, Grund- und Sonderreinigungen
  • Abfall-, Abwasser- und Niederschlagswassergebühren
  • Energieverbräuche Wärme und Strom
  • Erhaltungsaufwand, Versicherungen, Grundsteuern und sonstige Betriebskosten

Die Energieverbräuche der einzelnen Nutzugsbereiche (Ortsteilarbeit, DGH, Gaststätte) werden mit Zählern erfasst und separat abgerechnet. Sie wurden von erfahrenen Versorgungstechnikern nach der derzeit gültigen Energieeinsparverordnung prognostiziert. Die anderen Kosten wurden bei Vergleichsobjekten bzw. durch die geltenden Bestimmungen ermittelt.
Die Nebenkosten werden als Pauschale für die Nutzer der Mehrzeeckräume mit 3 Euro je Nutzungsstunde umgelegt. Die Einnahmen dadurch betragen jährlich 5.850 Euro.

Für den Dorfgemeinschaftsverein ergeben sich jährliche Gesamtausgaben i.H.v. 48.651 Euro (inkl. Finanzierungskosten).

Einnahmen

Mitgliedsbeiträge und Vereinsspenden
Der Verein hat derzeit 220 Mitglieder und strebt bis Jahresende 2016 eine Mitgliederzahl von 250 an. Dies entspricht bei einem jährlichen Beitrag von 36 Euro pro Person und Jahreseinnahmen von 9.000 Euro. Für Vereinsspenden wird mit dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre i.H.v. 3.400 Euro gerechnet.

Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
Die jährlichen Einnahmen aus der Vermietung der beiden Flächen Ortsteilarbeit und Gastronomie betragen 20.835 Euro. Für die Nutzung des DGH´s (Mehrzweckräume) wird mit Einnahmen von 7.500 Euro kalkuliert.

Die jährlichen Gesamteinnahmen belaufen sich auf 53.832 Euro.

Saldo

Den jährlichen Gesamtausgaben von 48.651 Euro stehen Einnahmen von 53.832 Euro gegenüber. Dies entspricht einem jährlichen positiven Saldo von 5.181 Euro.

Rentabilitätsrechnung
Eine Rentabilitätsberechnung wie sie üblicherweise in Businessplänen im Drei-Jahresumfang erfolgt, kann hier nicht erfolgen, da weder Produkte noch Dienstleistungen im klassischen Sinne verkauft werden. Des Weiteren hat der gemeinnützige Verein auch keine Gewinnerzielungsabsicht, sondern fungiert lediglich als Bauherr und Regiebetrieb. Als feste Größen stehen die jährlichen Ausgaben, abgesehen von Preissteigerungen bei den Nebenkosten, die aber als durchlaufender Posten weitergegeben werden, fest.

Aufgrund langfristiger Verträge (Gemeinde Wennigsen (Deister) 20 Jahre, Gaststätte mind. 5 Jahre) wird die Seite der fest kalkulierbaren Einnahmen langfristig stabil bleiben. Lediglich Mitgliedsbeiträge und Spenden für den Verein können schwanken. Die Nutzungsbeiträge für das DGH (Mehrzweckräume) die mit jährlich 23.400 Euro angesetzt wurden, werden aller Erfahrung nach steigen, dies konnten andere Betreiber von Gemeinschaftshäusern nachweisen. Ein Ausfall des Gastronomen könnte durch die Einnahmen aus den Mehrzweckräumen kompensiert werden.

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